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Stadt Greven
Baustellen / Sperrungen / Verkehr, Entsorgung
Kanalbauarbeiten in der Grabenstraße starten
Am Montag, 29. November starten die umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten an der Kanalisation in der Grabenstraße zwischen Schützenstraße und Am Fiskediek.
Los geht es mit dem Neubau des Mischwasserkanals in der Grabenstraße zwischen Schützenstraße und Johannesstraße. Im zweiten Bauabschnitt wird der Kanal dann zwischen Johannesstraße und Am Fiskediek erneuert. Anschließend wird die Straße ebenfalls in zwei Bauabschnitten neu gebaut, dann aber in umgekehrter Reihenfolge, also von der Straße Am Fiskediek in Richtung Schützenstraße. Kanal- und Straßenbau erfolgen jeweils in zwei Abschnitten, damit die Zufahrt zum Kindergarten in der Grabenstraße immer gewährleistet ist. Parallel zu den Kanalbauarbeiten wird ein neues Schmutzwasserpumpwerk in der Grünfläche am Knotenpunkt Grabenstraße/Am Fiskediek errichtet. Vom neuen Schmutzwasserpumpwerk wird außerdem eine Druckrohrleitung bis zum Sportplatz Schöneflieth verlegt.
Durch die Baumaßnahme wird künftig das Schmutzwasser aus dem Wohngebiet Albachten Esch sowie aus dem Bereich Grabenstraße zwischen Am Fiskediek und Königstraße vom Mischsystem abgetrennt. Das Niederschlagswasser aus diesem Bereich wird schon heute zum Regenrückhaltebecken in der Wöste abgeleitet. Das Schmutzwasser wird in Zukunft über das neue Pumpwerk direkt zur Kläranlage befördert. Ein solches Trennsystem, das Niederschlagswasser und Schmutzwasser separat ableitet, ist nach dem heutigen Stand der Technik die sauberste Lösung beim Abwasser. Dass trotzdem auf einem Teilstück der Grabenstraße am Mischwassersystem festgehalten wird, wurde in jüngster Zeit von Teilen der Grevener Politik und Bevölkerung deutlich kritisiert. Zur Erklärung: Im Mischwassersystem läuft alles Abwasser aus einem bestimmten Bereich in einem einzigen Rohrsystem zusammen. Bei Regen wird Mischwasser aus diesem System, das nicht sofort und auf einmal in die Kläranlage abgeleitet werden kann, zunächst im unterirdischen Regenüberlaufbauwerk am Betriebspunkt Emsinsel zwischengespeichert und anschließend zur Kläranlage gepumpt. Ist auch der Zwischenspeicher gefüllt, wird das Wasser aus dem Mischwassersystem in das Regenrückhaltebecken an der Ems geleitet und gelangt von dort - de facto also als sehr stark verdünntes Abwasser - in die Ems.
Dass nun trotzdem in der Grabenstraße auch das Mischwassersystem erhalten bleibt, hat seinen Grund vor allem darin, dass die Grabenstraße nicht losgelöst vom Stadtteil rechts der Ems betrachtet werden kann. „Sinnvoll wäre der Umbau des Mischwasserabschnittes in der Grabenstraße zwischen Am Fiskediek und Schützenstraße nur, wenn das unterliegende, also das aufnehmende System ebenfalls ein Trennsystem wäre“, erklärt Klaus Rading, der bei den Technischen Betrieben (TBG) den Geschäftsbereich Abwasser leitet. „Für eine Umstellung des kompletten Stadtteils rechts der Ems vom Mischwasser- auf das Trennsystem müssten insgesamt 39 Kilometer Mischwasserkanal im Untergrund ersetzt und für jedes einzelne Haus ein zusätzlicher Kanalanschluss gebaut werden – und das in einem dicht besiedelten Wohngebiet. Das wäre allein verkehrslogistisch und bautechnisch eine Riesenherausforderung – und eine millionenteure Aufgabe für einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten“, so Rading. Aus diesen Gründen hat die Politik in Greven bereits in den 1980er Jahren mit Mehrheit für ein Festhalten am Mischwassersystem rechts der Ems – und damit auch in der Grabenstraße – gestimmt. Bereits vorhandene Mischwassersysteme sind aber auch nach wie vor abwasserrechtlich zulässig und es gibt sie in nahezu jeder Kommune.
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Stadt Greven
Zentraler Steuerungsdienst - Pressestelle
Rathausstraße 6
48268 Greven
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