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Der European Energy Award

European Energy Award: Gold für Greven

Der European Energy Award (eea) - Prozess ist ein vielfach in der kommunalen Praxis erprobtes Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren mit anschließender Auszeichnung, das auf europäischer Ebene entwickelt wurde und umgesetzt wird.

Bei erfolgreicher Umsetzung von Maßnahmen und Projekten entsprechend der definierte Kennzahlen oder Standards, werden die Auszeichnungen European Energy Award Silber bzw. European Energy Award Gold verliehen. Die Erreichung der Ziele wird im Rahmen einer externen Auditierung überprüft.

Die Stadt Greven wurde 2010 offiziell als Europäische Klimaschutzkommune mit dem European Energy Award; in Silber ausgezeichnet. In den Jahren 2013 und 2016 folgten die Auszeichnung bzw. die Rezertifizierung mit dem European Energy Award GOLD. Alle bisher in Greven umgesetzten Maßnahmen und Projekte haben eine Zielerreichung von 82 Prozent der möglichen Punkte ergeben.  In 2020 wird die Klimaschutzarbeit der Stadt Greven erneut durch einen offiziellen Auditor überprüft und die aktuelle Zielerreichung festgestellt.

Qualitätsmanagement

Das eea-Verfahren orientiert sich an dem Managementzyklus "Analysieren – Planen – Durchführen – Prüfen – Anpassen". Es bietet einen praxiserprobten Leitfaden für eine prozessorientierte und fachübergreifende Energiearbeit in Verwaltung und Politik. Ziel ist die dauerhafte Installation eines Qualitätsmanagementsystems in der Energiearbeit mit einer regelmäßigen internen Bestandsaufnahme und Kontrolle des Ist-Zustandes sowie der (Weiter-)Entwicklung und Überprüfung der durchgeführten Optimierungsmaßnahmen.

Basis des Systems sind standardisierte und anwendungsoptimierte Werkzeuge, die die kommunale Energiearbeit systematisch begleiten, zu transparenten Ergebnissen führen und nachvollziehbar daraus abgeleitete Maßnahmenkataloge unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen (z.B. der Haushaltssituation) der jeweiligen Kommune entwickeln. Das Verfahren liefert aussagekräftige, objektive Kennzahlen und beinhaltet eine fundierte Dokumentation und Berichterstattung. Es ermöglicht interkommunale Leistungsvergleiche und eine öffentlichkeitswirksame Kommunikation der Leistungen der Kommune bei ihrer Energiearbeit.

Dabei werden sechs Handlungsfelder betrachtet: Stadtplanung und Raumentwicklung, kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation.

Der eea-Prozess in Greven

Die Stadt Greven hat im Oktober 2008 mit ihrem eea-Prozess begonnen. Da die kommunale Klimaschutzarbeit verschiedenste Handlungsfelder umfasst und unterschiedliche Bereiche der Stadtverwaltung und der Stadtwerke betrifft, .besteht das Energieteam der Stadt Greven aus unterschiedlichen Fachabteilungen einschließlich der technischen Betriebe sowie die Stadtwerk. Zu Beginn des Prozesses wurde zunächst der aktuelle Zustand in den energie- und klimarelevanten Handlungsfeldern erfasst und bewertet. Dadurch konnten die Potenziale und Chancen zur Energieeinsparung für Greven erkannt werden. Auf dieser Grundlage hat das Energieteam einen Maßnahmenplan aufgestellt. Diese Maßnahmen werden sukzessive umgesetzt, und der Maßnahmenplan wird jährlich fortgeschrieben und um neue Projekte ergänzt. Insgesamt wurden seit 2009 vierundneunzig  Einzelmaßnahmen und Projekte in den jährlich fortgeschriebenen eea-Maßnahmenplan aufgenommen. Durch jede der kleinen und großen Aktionen, Maßnahmen und Projekte wurde das Ziel verfolgt, die Energieeffizienz zu steigern, Energie einzusparen und die Energiekosten zu senken. Viele öffentliche Gebäude wurden energetisch saniert, der Anteil der Stromproduktion durch erneuerbare Energien wurde erhöht, die Straßenbeleuchtung wurde erneuert. Beispielweise konnte allein der Stromverbrauch der Kläranlage innerhalb von acht Jahren halbiert werden. Greven hat ein vom Rat beschlossenes Klimaschutzkonzept und einen Klimamanager. Es gibt zwei anerkannte Klimaschutzsiedlungen und einen Klimaschutzkindergarten, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Mit ihrer Klimaschutzarbeit verfolgt Greven das Ziel, die CO2-Emisssionen bis 2030 um 20 Prozent zu reduzieren. Bei dem eea-Prozess wird die Stadt vom Büro energielenker GmbH (ehemals infas enermetric) aus Greven beraten. Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk NRW unterstützt die teilnehmenden Kommunen mit einem Förderprogramm.

Die Stadt Greven hat ihre Klimaschutzarbeit durch den EEA-Prozess in qualitativer und quantitativer Hinsicht deutlich verbessern können. Es wurden messbare Ergebnisse erzielt und Kosten im Bereich der Energieversorgung gesenkt. Zudem hat auch das als EEA-Maßnahme initiierte Integrierte Klimaschutzkonzept für Greven und die Einrichtung einer Stelle für das Klimaschutzmanagement dazu beigetragen, den Klimaschutz in Greven als Teil der kommunalen Arbeit zu etablieren.

European Energy Award Gold

Logo European Energy Award Gold

Wenn durch die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen und Projekten definierte Kennzahlen oder Standards erreicht sind, werden die Auszeichnungen European Energy Award Silber bzw. European Energy Award Gold verliehen.

Für die Auszeichnung mit dem European Energy Award Gold müssen mindestens 75 Prozent der möglichen Punkte erreicht werden. Die Vorprüfung der durch die Maßnahmen erreichten Punkte erfolgt durch die Projektleitung und den externen eea-Berater. Die erreichte Punktzahl wird aber erst bei der sogenannten Auditierung durch zwei externe Auditoren offiziell festgestellt.

Die Stadt Greven ist seit 2013 eea GOLD Kommune. 2020 wird die Klimaschutzarbeit der Stadt Greven erneut in einem offiziellen Audit überprüft und die aktuelle Zielerreichung festgestellt.

Vertreter von Stadtverwaltung und TBG nahmen am 7.12.2016 die Auszeichnung entgegen. Von links: NRW Umweltminister Johannes Remmel, Angela Makowka, Reinhild Heedemann, Karin Wermers, Christian Jakob, Olaf Pochert
Vertreter von Stadtverwaltung und TBG nahmen am 7.12.2016 die Auszeichnung entgegen. Von links: NRW Umweltminister Johannes Remmel, Angela Makowka, Reinhild Heedemann, Karin Wermers, Christian Jakob, Olaf Pochert
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