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Energieeffizient bauen und modernisiern

Bis 2050 soll der Gebäudebestand in Deutschland nahezu klimaneutral sein. Dieses Ziel hat sich die Bundesregierung im Rahmen der Energiewende gesetzt. Um das zu erreichen müssen Bestandsgebäude umfassend saniert werden, neue Häuser besonders energieeffizient gebaut und verstärkt erneuerbare Energien genutzt werden. Damit die Energiewende gelingt, müssen Kommunen, Wirtschaft und Bürger gemeinsam Ideen entwickeln und Maßnahmen umsetzten.

Die Siedlungsstruktur der Stadt Greven besteht überwiegend aus Einfamilienhäusern, von denen gut die Hälfte vor dem Inkrafttreten der 1. Wärmeschutzverordnung (WärmeschutzV 1977), also ohne energetische Anforderungen, erbaut wurde.
Teilweise wurden die älteren Gebäude bereits energetisch saniert, d.h. Dächer und Wände wurden gedämmt, Fenster ausgetauscht, Heizungen erneuert und Solaranlagen installiert. Es verbleibt aber noch ein riesiges Potenzial für Sanierungsmaßnahmen, um den Energiebedarf in Greven weiter zu senken.
Die Abbildung zeigt den Gebäudebestand in Greven nach Baualtersklassen.

Energiestandards für Neubau und Sanierung

Etwa 70 Prozent des privaten Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf die Erzeugung von Wärme. Um diesen Energieverbrauch zu senken, sind seit 1977 energetische Mindestanforderungen für neue Gebäude gesetzlich vorgeschrieben. Diese Verordnungen wurden im Laufe der Jahre entsprechend den technischen Möglichkeiten immer weiter angepasst.

In der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind die energetischen Anforderungen für den Neubau und die Sanierung beheizter Gebäude festgelegt. Die Vorgaben der EnEV beziehen sich außer auf die Heizungs- und Klimatechnik vor allem auf den Wärmedämmstandard des Gebäudes. Die Verordnung zielt darauf ab, den Primärenergiebedarf für das Heizen und die Warmwasserbereitung zu reduzieren. Die derzeitige Fassung der EnEV ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. In der Verordnung war bereits eine Verschärfung der energetischen Anforderungen an Neubauten ab 2016 enthalten.

Weitere, gesetzlich aber nicht vorgeschriebene, Energiestandards sind die so genannten "KfW-Energieeffizienzhäuser". Sie werden durch die Förderprogramme des Bundes definiert und über die KfW-Förderbank mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten unterstützt.

Ein KfW-Effizienzhaus verbraucht weniger Energie als ein nach den gesetzlichen Vorgaben der EnEV gebautes Haus. Die jeweilige Prozentzahl des Effizienzhauses zeigt an, wie hoch der Energieanteil ist, den es im Vergleich zur EnEV-Mindestanforderung benötigt. Dabei gilt: Je kleiner die Zahl, desto besser ist die Energieeffizienz und desto höher fällt die KfW-Förderung aus. Im Neubau ist derzeit eine Förderung für die KfW-Effizienzhaus-Standards 55, 40 oder 40 Plus möglich.

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Haus im Glück im Energieland 2050

Der Verein "energieland 2050 e.V. / Haus im Glück" unterstützt Bauwillige und Hausbesitzer bei Maßnahmen und Aktivitäten rund um die Themen erneuerbare Energien, energiebewusstes Bauen und Modernisieren. Ziel des Vereins ist es, die energetische Gebäudesanierung, die Energieeffizienz im Neubaubereich sowie den Einsatz erneuerbarer Energien voranzutreiben. Er bietet Hausbesitzern und Bauwilligen ein breite Palette an Informations- und Beratungsmöglichkeiten. Mitglieder des Vereins "Haus im Glück" sind die Städte und Gemeinden des Kreises, der Kreis Steinfurt sowie weitere Vertragspartner aus Handwerk und Bankgewerbe. (Link s.u.)

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